Wissenschaftlicher Beirat

Um eine kontinuierliche Verbesserung eine Begleitung durch Wissenschaft und Praxis zu gewährleisten, berät der Wissenschaftliche Beirat (WBR) die Stiftung der Deutschen Lions als Träger des Programms Lions-Quest bei folgenden Themen:
•    relevante Fragen der Bildungspolitik und des wissenschaftlichen Bildungsdiskurses.
•    Ausrichtung längerfristiger Forschungs- und Entwicklungsarbeiten.
•    Inhaltliche Qualität und wissenschaftliche Arbeit.
•    zu längerfristigen Vorhaben und Investitionen. Dabei sollen die damit verbundenen Zielsetzungen im nationalen und internationalen Vergleich diskutiert werden. Die Unterstützung bezieht sich auf eine gemeinschaftliche und/oder persönliche Stellungnahme zu den geplanten Vorhaben.
•    überregionale Dienstleistungs- und Qualifizierungsangebote.
•    Informationsaustausch auf nationaler und internationaler Ebene

Der Beirat ist mindestens zu 50 % mit aktiven Wissenschaftler*innen aus verschiedenen Fachgebieten besetzt, sowie mit Mitgliedern aus dem Bildungswesen und der Schulpraxis sowie dem für Lions-Quest verantwortlichen Stiftungsvorstand und der Programmleitung von Lions-Quest.

Mitglieder des Wissenschaftlichen Beirats

Prof. Dr. Ullrich Bauer
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Professor für Sozialisationsforschung an der Fakultät für Erziehungswissenschaft der Universität Bielefeld und hier von 2016 bis 2021 als Prodekan und Dekan tätig.
​​​​​​​Das Studium der Soziologie, Psychologie und Geschichte absolvierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin sowie an der Universität Münster. Seine berufliche Profilbildung erfolgte in der Soziologie, den Bildungswissenschaften und in Public Health. Frühere professorale Positionen beinhalten die Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg, wo er das Zentrum für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter (ZPI) gründete und das Institut für Pädagogik leitete.
Prof. Dr. Ullrich Bauer war Juniorprofessor an der Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld und hat das Fach Sozialmedizin an der Universität Siegen vertreten. Schwerpunkte seiner Tätigkeit umfassen die Themengebiete „Sozialisation und Ungleichheit“, „Bildung und Gesundheit“ sowie die „Entwicklung von Literacy im Kindes- und Jugendalter“. Prof. Dr. Ullrich Bauer ist Leiter des Zentrums für Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter (ZPI) und Leiter des Interdisziplinären Zentrums für Gesundheitskompetenzforschung (IZGK).

Prof. Dr. Ullrich Bauer | Universität Bielefeld

Prof. Dr. Karim Fereidooni
Juniorprofessor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung an der Ruhr-Universität Bochum. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen „Rassismuskritik in pädagogischen Institutionen“, „Schulforschung und Politische Bildung in der Migrationsgesellschaft“ sowie“ Diversitätssensible Lehrer*innenbildung“.
Prof. Dr. Karim Fereidooni ist Sektionsmitglied der Lehr- und Forschungseinheiten Fachdidaktik und Politikwissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaft und zudem kooptiertes Mitglied der Fakultät für Philosophie und Erziehungswissenschaft. Er hat die Bundesregierung (Kabinett Merkel IV) im Kabinettsausschuss der Bundesregierung zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus beraten und berät das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat im Unabhängigen Expert*innenkreis Muslimfeindlichkeit sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des „Nationalen Aktionsplans Integration“ zum Thema Integration durch Bildung.
Prof. Dr. Karim Fereidooni hat am 26.11.2021 den Walter-Jacobsen-Preis in der Kategorie „Innovation“ von der Deutschen Vereinigung für Politische Bildung erhalten. Der Preis wurde Herrn Fereidooni für innovative Forschung und die Verankerung der Rassismuskritik in den Diskurs der politischen Bildung verliehen.

 

Prof. Dr. Karim Fereidooni | Marquard, RUB

Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Hurrelmann
Senior Professor of Public Health and Education, Hertie School of Governance, Berlin; Professor emeritus für Sozial- und Gesundheitswissenschaften, Fakultät für Gesundheitswissenschaften, Universität Bielefeld.
Prof. Dr. Klaus Hurrelmann ist einer der führenden Bildungs-, Sozial- und Gesundheitswissenschaftler Deutschlands. Von 1986 bis 1998 leitete Prof. Dr. Klaus Hurrelmann den von ihm mit begründeten Sonderforschungsbereich der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) „Prävention und Intervention im Kindes- und Jugendalter“. Er koordinierte von 1992 bis 2006 den deutschen Beitrag zur internationalen Kinder- und Jugendgesundheitsstudie „Health Behaviour in School-aged Children“ (HBSC) für die Weltgesundheitsorganisation und ist Mitglied des Leitungsteams mehrerer fortlaufender nationaler Studien zur Entwicklung von Familien, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (unter anderem der Shell Jugendstudie). Prof. Dr. Klaus Hurrelmann war Mitglied des Expertenrats Demografie beim Bundesminister des Innern, der von 2010 bis 2017 den Ausschuss von Staatssekretären verschiedener Bundesministerien beim Thema "Gestaltung der demografischen Entwicklung" beriet und fungierte unter anderem als stellvertretender Leiter eines Expertenkreises, der 2018 den Nationalen Aktionsplan Gesundheitskompetenz erstellte. In Theorie und Forschung setzt Prof. Dr. Klaus Hurrelmann besonders auf die Schwerpunkte Sozialisation, Kindheit, Jugend und Generationen, Schule, Bildung und Gesundheit. Seine hierfür entwickelten theoretischen Ansätze sind weit verbreitet und werden in soziologischen, pädagogischen, psychologischen, gesundheitswissenschaftlichen und sozialmedizinischen Forschungsvorhaben aufgegriffen. Er ist Autor zahlreicher Standardwerke und Lehrbücher zu seinen wissenschaftlichen Schwerpunktthemen. Prof. Dr. Klaus Hurrelmann studierte an den Universitäten in Münster und Freiburg sowie an der University of California, Berkeley und hatte Gastprofessuren an der New York University und an der University of California in Los Angeles inne. 2018 erhielt er den Titel eines Ehrendoktors der PH Freiburg.

Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Hurrelmann | Hertie School of Governance

Franziska Klemm
Psychologin bei der KKH Kaufmännische Krankenkasse. Franziska Klemm ist Mitarbeiterin im Fachbereich Prävention und Selbsthilfe der KKH Kaufmännischen Krankenkasse. Ihr Schwerpunkt ist die Prävention in nichtbetrieblichen Lebenswelten. Dort betreut sie vorwiegend Kooperationsprogramme an Schulen. Ihr Fachgebiet ist die Förderung der psychosozialen Gesundheit. Insbesondere die Prävention von Stress, die Förderung von Resilienz und Gesundheitskompetenz und die Vermeidung von psychischen Erkrankungen und Suchterkrankungen. Franziska Klemm studierte an der Technischen Universität Dresden. Sie hat einen Masterabschluss in angewandter Psychologie und arbeitet seit 2017 für die KKH. Franziska Klemm ist primärer Ansprechpartner der Stiftung der Deutschen Lions im Rahmen der „Gesundheitspartnerschaft“ mit der KKH und berät die Stiftung im Themenfeld Prävention/Gesundheitsförderung seit Anfang 2018.

Franziska Klemm | KKH Kaufmännische Krankenkasse

Prof. Dr. Nina Kolleck
Professorin für Erziehungs- und Sozialisationstheorie an der Universität Potsdam. Zuvor war sie Professorin an der Universität Leipzig, der RWTH Aachen, der FU Berlin und Gastprofessorin an der University of California Berkeley, der University of British Columbia in Vancouver, der Hebrew University of Jerusalem und der Tel Aviv University.
In ihren Forschungsprojekten und Publikationen setzt sie sich unter anderem mit der Frage auseinander, wie soziale Beziehungen gesellschaftliche Veränderungsprozesse bewirken. Dabei konzentriert sie sich auf Themen wie Bildungsreformen, soziale Netzwerke, Bildungsungleichheiten, Inklusion, Schulentwicklung, Demokratiebildung, Klimabildung, internationale Vereinbarungen und Organisationen sowie Methoden der Sozialforschung. Prof. Dr. Nina Kolleck berät Bundesministerien und ist Mitglied in diversen wissenschaftlichen Beiräten, u.a. zur Steuerungsgruppe „Feststellung der Leistungsfähigkeit des Bildungswesens im internationalen Vergleich“ (Bundesbildungsministerin und KMK Ministerin). Ihre Forschung wird von diversen Förderorganisationen (u.a. DFG, BMBF, EU) gefördert. Sie wurde mit dem ‚Award for Research Cooperation and High Excellence in Science‘ der Max-Planck-Gesellschaft und des BMBF sowie einem ERC Grant durch den Europäischen Forschungsrat ausgezeichnet. Prof. Dr. Nina Kolleck studierte in Potsdam, Caen und Quito und promovierte und habilitierte an der Freien Universität Berlin.

 

Prof. Dr. Nina Kolleck | Thomas Roese Uni Potsdam 2023

Katja Kranich
Schulleiterin am Stromberg-Gymnasium in Vaihingen an der Enz, Lehrerin für Deutsch, Ethik und Geschichte.
„Ich bin Katja Kranich - Als Schulleiterin eines Gymnasiums habe ich gelernt, eine große Organisation von mehreren hundert Menschen verantwortlich und auf Augenhöhe zu führen. Dabei habe ich ein feines Gespür entwickelt für das Machbare vor Ort einerseits und zukunftsweisende Schulentwicklungsprozesse andererseits.
Unter pandemischen Rahmenbedingungen hat sich mein Blick maßgeblich geschärft für eine anschlussfähige Bildung im 21. Jahrhundert.“
Neben ihrer Tätigkeit als Schulleiterin ist Katja Kranich als Kommunikatorin für Zukunftsbildung, Prozessbegleiterin, Beraterin und Coach tätig.

Katja Kranich | privat

Jutta Künast-Ilg
Vorständin Lions-Quest/Bildung/Jugend bei der Stiftung der Deutschen Lions. Nach dem Studium der Sozialpädagogik mit Diplom war Jutta Künast-Ilg bei der Regierung in Mittelfranken tätig, wo sie sich beruflich für die allgemeine Prävention im Gesundheitsbereich engagierte. Über verschiedene fachspezifische Weiterbildungen sowie ein Zusatzstudium und eine therapeutische Ausbildung spezialisierte sie sich auf die Beratung und das Coaching von Personen/Gruppen in schwierigen Lebenslagen.  
Ferner konzipierte und organisierte Jutta Künast-Ilg Präventionsprojekte (Workshops, Gesundheitsmessen, Ausstellungen) zu allgemeinen Gesundheitsthemen für alle Altersstufen, wobei sowohl die Öffentlichkeit als auch Kindergärten und Schulen angesprochen wurden. An der Technischen Hochschule in Nürnberg hat sie einen Lehrauftrag zum Thema „Sexuelle Bildung“ inne.
Ihr Augenmerk richtet sie beruflich als auch privat auf die Unterstützung und Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie deren Betreuende. Kinder und Jugendliche benötigen ein stabiles, soziales Lebensumfeld, um sich zu verantwortungsvollen Erwachsenen entwickeln zu können, die unsere Zukunft mitgestalten.

Jutta Künast-Ilg

Prof. Dr. Anne Sliwka
Professorin für Bildungswissenschaft an der Universität Heidelberg und Gastprofessorin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg.
Nach Studien an der Universität Bonn (Lehramt), dem Christ Church College der University of Oxford (Erziehungswissenschaft, Geschichte, Philosophie) und der Université de Paris I, Panthéon-Sorbonne (Geschichte, Erziehungswissenschaft) promovierte Prof. Dr. Anne Sliwka 1999 an der University of Oxford.
Ihre Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in den Bereichen „Schul- und Schulsystementwicklung in international vergleichender Perspektive“, „Deeper Learning als Unterricht für das 21. Jahrhundert“, „Professionalisierung von Lehrkräften“, „Diversität, Differenzierung und Inklusion in Schulen“, „Führung und Innovation in Schulen und Schulsystemen“ sowie „Bildung für Demokratie und Zivilgesellschaft“.
Prof. Dr. Anne Sliwka ist Gründerin der Deeper Learning Initiative und gehört unter anderem dem wissenschaftlichen Beirat des Kultusministeriums von Baden-Württemberg an. 2017-2018 war Prof. Dr. Anne Sliwka Visiting Professor an der Flinders University, Adelaide/Australia und an der University of Canterbury, Christchurch/New Zealand.

Prof. Dr. Anne Sliwka | privat

Dr. Peter Sicking
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Bereichs- und Programmleiter für Lions-Quest bei der Stiftung der Deutschen Lions in Wiesbaden. Nach Lehraufträgen an der Universität Münster und beruflichen Führungspositionen in den Bereichen Business Communication und Business Development wechselte Dr. Peter Sicking in den Non-Profit-Sektor und koordinierte ein mehrjähriges regionales EU-Projekt zur Unterstützung von benachteiligten Jugendlichen im Arbeitsmarkt (EQUAL-Initiative). Anschließend war Dr. Peter Sicking zunächst als Bildungsreferent und später als Vorstand der Peter Ustinov Stiftung tätig. Er wirkt in zahlreichen Gremien und Arbeitskreisen mit und war unter anderem fünf Jahre lang Mitglied des Expertenkreises „Inklusive Bildung“ der Deutschen UNESCO-Kommission. Dr. Peter Sicking studierte Publizistik, Germanistik und Soziologie in Münster und ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK).

Dr. Peter Sicking

Heinz-Dieter Ulrich
Oberschuldirektor i.R. und Seniortrainer Lions-Quest. Nach dem Studium (Mathematik, Politik, Geographie) Lehrkraft und über drei Jahrzehnte Schulleiter an verschiedenen Schulformen in Niedersachsen. Fortbildner in der Lehrerfortbildung mit dem Schwerpunkt „Organisationsentwicklung von Schule“ für das Land Niedersachsen. Projektleiter für die Einführung der Eigenverantwortlichen Schule. Lehraufträge an der Stiftungsuniversität Hildesheim und der TU Braunschweig.
Als Lions-Quest-Trainer der ersten Stunde Mitwirkung an der Erarbeitung und Seminargestaltung besonders bei Lions-Quest „Erwachsen handeln“.

Heinz-Dieter Ulrich