Schule der Zukunft gestalten: Lions-Quest auf der didacta 2026

Lions-Quest setzt Impulse für eine Schule der Zukunft

Lions-Quest-Infostand in Halle 7.1
Am Informationsstand in Halle 7.1 hatten alle Besuchenden die Chance über die gesamte didacta hinweg ihre Fragen zu stellen, und das Unterrichtsmaterial anzusehen. | Lions Deutschland
Lions-Quest-Infostand in Halle 7.1
Das neue Lions-Quest-Glücksrad bot Gelegenheit, über verschiedene Themen ins Gespräch zu kommen. Auch mit Schüler:innen, die einen Mehrwert in Lions-Quest für ihren Schulalltag sahen. | Lions Deutschland
Podiumsdiskussion in der Speaker's Area mit Programmreferent Laurent Wagner und Programmleiter Dr. Peter Sicking
Während der Podiumsdiskussion am Freitag wurde der neue Lions-Quest-Film „Stark fürs Leben“ vorgestellt. | Lions Deutschland
Podiumsdiskussion in der Speaker's Area mit Programmreferent Laurent Wagner und Programmleiter Dr. Peter Sicking
In der anschließenden Podiumsdiskussion beantworte das Lions-Quest-Team zahlreiche Fragen aus dem Publikum. | Lions Deutschland
Dr. Peter Sicking und Nikola Poitzmann vor der Podiumsdiskussion am Samstag zum Thema "Sozial-emotionales Lernen in unsicheren Zeiten"
Dr. Peter Sicking, Programmleiter Lions-Quest und Nikola Poitzmann gaben am Samstag u. a. einen Einblick in die „Schule der Zukunft“. | Lions Deutschland
Blick aus dem Zuschauerraum auf das Podium am Samstag der didacta
Die Zuschauenden wurden aktiv mit einbezogen und gaben spannende Impulse für die Umsetzung von sozial-emotionalem Lernen an ihren Schulen. | Lions Deutschland

Die didacta 2026 in Köln hat einmal mehr gezeigt, wie stark Bildung im Wandel ist – und wie groß der Bedarf an Orientierung, Austausch und zukunftsweisenden Konzepten bleibt. Unter dem Motto „Alles im Wandel. Bildung im Fokus“ versammelte Europas größte Bildungsmesse vom 10. bis 14. März 2026 ca. 75.000 Besucherinnen und -besucher aus allen Bildungsbereichen. 

Mit über 2.000 Veranstaltungen, darunter Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden, setzte die Messe neue Impulse – insbesondere in den Bereichen Digitalisierung, Demokratiebildung und mentale Gesundheit. 

Ein Thema zog sich dabei wie ein roter Faden durch viele Beiträge: Wie können Schulen jungen Menschen in einer zunehmend unsicheren Welt Halt geben?

Lions-Quest auf der didacta: Sozial-emotionales Lernen im Fokus

Soziales und emotionales Lernen ist heute weit mehr als ein ergänzender Bildungsaspekt – es ist eine zentrale Schlüsselkompetenz für Bildungserfolg und Persönlichkeitsentwicklung. In einer Welt, die oft als VUCA (volatil, unsicher, komplex und mehrdeutig) beschrieben wird und sich zunehmend zur BANI-Realität weiterentwickelt (brüchig, ängstlich, nicht-linear und schwer verständlich), brauchen junge Menschen vor allem innere Stabilität, Orientierung und Resilienz. Genau hier setzt soziales und emotionales Lernen an: Es stärkt Selbstbewusstsein, Empathie und Handlungsfähigkeit – und gibt Jugendlichen Halt, um mit Unsicherheiten konstruktiv umzugehen und ihren eigenen Weg in einer dynamischen Welt zu finden. 

Mit zwei gut besuchten Diskussionsformaten griff Lions-Quest genau diese zentrale Herausforderung auf und brachte aktuelle Zukunftsfragen von Schule mit reger Beteiligung der Zuschauer:innen auf die Bühne. Im Fokus stand das sozial-emotionale Lernen (SEL) als Schlüsselkompetenz, um junge Menschen in einer von Unsicherheit geprägten Welt zu stärken und ihnen Orientierung sowie Handlungssicherheit zu geben.

„Starke Persönlichkeiten für eine fragile Welt“

Die Podiumsdiskussion am Samstagmittag zum Thema „Sozial-emotionales Lernen in unsicheren Zeiten“ verdeutlicht: Viele Lehrkräfte erleben ihre Schülerinnen und Schüler aktuell als belastet – geprägt von Unsicherheit, Leistungsdruck, Angst oder Perspektivlosigkeit.

Nikola Poitzmann lud am Samstag während der Podiumsdiskussion zu einem Gedankenexperiment ein: Stellen Sie sich einen jungen Menschen vor, der nach einer Nacht mit Schlafmangel, familiären Konflikten und Sorgen in die Schule kommt. Gerade in der Schule angekommen soll er direkt Leistung erbringen und erfolgreich lernen – für viele von uns ist logisch, dass das kaum zu leisten ist. Die zentrale Erkenntnis aus diesem Gedankenexperiment war, dass Lernen nur gelingen kann, wenn sich junge Menschen sicher und in ihrem Erleben wahrgenommen fühlen.

Schule muss daher mehr sein als ein Ort des Lernens. Sie kann – und muss – ein Stabilitätsanker sein. Geprägt von Beziehung, Vertrauen und Selbstwirksamkeit.

Warum sozial-emotionale Kompetenzen entscheidend sind

Die Beiträge der Diskussionsteilnehmenden machten deutlich, dass klassische Bildungsansätze oft zu kurz greifen. Neben Fachwissen brauchen junge Menschen vor allem Fähigkeiten wie:

•    Gefühle verstehen und regulieren
•    Konflikte konstruktiv lösen
•    Beziehungen gestalten
•    mit Unsicherheit umgehen

Als Lebenskompetenz- und Präventionsprogramm stärkt Lions-Quest gezielt soziale, emotionale und demokratische Kompetenzen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. 

Basierend auf diesen Kompetenzen profitieren Schüler:innen in Lions-Quest-Klassen von einer nachweislich höheren Resilienz, einer besseren mentalen Gesundheit sowie einer gesteigerten Lernmotivation und sind seltener von Mobbing betroffen.

Lions-Quest in der Praxis: Schule als sicherer Raum

Besonders praxisnah wurde es in den Diskussionen durch Erfahrungsberichte aus dem Publikum. Pädagog:innen gaben Einblicke in die Umsetzung des Sozial-Emotionalen Lernens an ihren Schulen. 

Neben Sozialtrainings, die in Klasse 5 und Klasse 6 bereits früh die Kommunikationsfähig der Schüler:innen fördern, berichteten andere Diskussionsteilnehmende über Gesprächsrunden und Feedbackformate, die an ihren Schulen etabliert wurden. Ein geschützter Raum, der auch Schüler:innen die Möglichkeit geben soll, vertraulich ins Gespräch mit den Pädagog:innen zu kommen. 

Darüber hinaus wurden aus dem Publikum dedizierte Lions-Quest-Stunden als Rahmen genannt, in dem sich Schüler:innen ohne Bewertung und Leistungsdruck ausprobieren können. 

Diese Ansätze zeigen, dass Schule einen gezielten Raum schaffen kann, in denen junge Menschen gehört werden – und sich entwickeln können.

Bildung neu denken – mit Lions-Quest

Die didacta 2026 hat eindrucksvoll gezeigt, dass Bildung heute mehr leisten muss als reine Wissensvermittlung. Themen wie Demokratiebildung, mentale Gesundheit und soziale Kompetenzen stehen stärker denn je im Fokus.

Lions-Quest trifft damit genau den Nerv der Zeit: Als ganzheitliches Programm verbindet es Persönlichkeitsentwicklung mit Bildungsqualität – und leistet einen wichtigen Beitrag für eine Schule, die junge Menschen stärkt.

Oder, wie es in den Diskussionen deutlich wurde: Die Schule der Zukunft ist ein Ort, an dem nicht nur fachliche, sondern auch soziale und emotionale Kompetenzen zählen.