
Lions-Quest 1x1 - Wie Lions von Partnerschaften mit Schulen profitieren - Lions-Quest
Lions-Quest 1×1: Wie Lions Clubs von Partnerschaften mit Schulen profitieren
Lions-Quest 1×1: Wie Lions Clubs von Partnerschaften mit Schulen profitieren

Eine Schule sucht Unterstützung für eine Fortbildung. Ein Lions Club übernimmt die Förderung. Die Lehrkräfte besuchen ein Lions-Quest-Seminar – und danach gehen beide Seiten wieder getrennte Wege?
Nicht bei Lions-Quest. Denn das Programm bietet Lions Clubs weit mehr als die Möglichkeit, eine einzelne Fortbildung zu finanzieren. Der Kontakt zu Schulen kann der Anfang einer langfristigen Partnerschaft sein, von der vor allem junge Menschen profitieren – die aber auch für das Engagement eines Clubs neue Möglichkeiten eröffnet.
Im heutigen Lions-Quest 1×1 schauen wir deshalb auf eine Perspektive, die bisher weniger im Mittelpunkt stand: Was kann aus der Zusammenarbeit zwischen Lions Clubs und Schulen entstehen?
Lions-Quest bringt Lions und Schulen zusammen
Lions Clubs spielen bei der Verbreitung von Lions-Quest eine wichtige Rolle. Sie sprechen Schulen an, stellen Kontakte her, unterstützen bei der Organisation von Seminaren und beteiligen sich häufig an deren Finanzierung. Rund 4.000 pädagogische Fachkräfte können auf diese Weise jährlich mit Unterstützung der Lions fortgebildet werden.
Aus einer Activity kann langfristige Wirkung werden
Viele Lions-Activitys unterstützen Menschen unmittelbar. Lions-Quest funktioniert etwas anders: Der Club investiert in Menschen, die ihr Wissen anschließend über Jahre weitergeben können. Nach einer Lions-Quest-Fortbildung nutzen Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte die Methoden und Materialien im Schulalltag. Dadurch erreichen die Inhalte nicht nur eine Klasse oder einen Jahrgang. Eine fortgebildete Lehrkraft kann über ihr weiteres Berufsleben hinweg mit vielen Gruppen von Schüler:innen arbeiten.
Für Lions Clubs bedeutet das, dass aus der Förderung eines Seminars eine Activity mit langfristiger und wiederkehrender Wirkung entstehen kann.
Der Einsatz des Clubs endet deshalb idealerweise nicht mit dem Seminartag. Ein regelmäßiger Austausch mit der Schule kann helfen, Lions-Quest weiterzuentwickeln, zusätzliche Kolleg:innen zu qualifizieren oder das Programm langfristig in der Schule zu verankern.
Auch international wird gerade diese kontinuierliche Begleitung als wichtiger Bestandteil von Lions-Quest verstanden: Die Beziehung zwischen Lions Clubs und Schulen soll über die erste Implementierung hinausreichen und die nachhaltige Umsetzung unterstützen.
Lions werden dort sichtbar, wo sie zu Hause sind
Lions Clubs sind fest in ihren Städten und Regionen verwurzelt. Lions-Quest bietet ihnen die Möglichkeit, dieses lokale Netzwerk gezielt für junge Menschen einzusetzen.
Wer mit Schulen zusammenarbeitet, kommt mit Schulleitungen, Lehrkräften, Schulsozialarbeit, Eltern, Schulträgern und weiteren Bildungsakteuren ins Gespräch. Damit wird auch sichtbar, wofür Lions vor Ort stehen: nicht nur für das Sammeln von Spenden, sondern für langfristiges gesellschaftliches Engagement und konkrete Unterstützung der nächsten Generation.
Das kann eine wichtige Außenwirkung entfalten. Eine Lions-Quest-Fortbildung ist keine abstrakte Förderung irgendwo auf der Welt. Sie findet in der eigenen Stadt statt – möglicherweise an der Schule, die Kinder oder Enkel von Clubmitgliedern besuchen oder die viele Menschen im Ort kennen. Lions-Engagement wird dadurch greifbar.
Aus einem Seminar können weitere gemeinsame Projekte wachsen
Wie weit sich solche Partnerschaften entwickeln können, zeigen Beispiele aus der Praxis.
Zwischen dem Schulzentrum Kühlungsborn und dem Lions Club Kühlungsborn besteht seit 2008 eine enge Partnerschaft, bei der Lions-Quest von Beginn an eine tragende Säule war. Inzwischen ist das Schulzentrum als Lions-Quest-Leuchtturmschule ausgezeichnet und arbeitet mit einem breiten Netzwerk lokaler Partner zusammen.
Auch am Hellweg-Gymnasium in Wattenscheid begann die inzwischen fast 20-jährige Zusammenarbeit mit dem örtlichen Lions Club mit der Förderung von Lions-Quest-Fortbildungen. Daraus entwickelte sich ein kontinuierlicher Austausch. Heute unterstützt der Club die Schule auch bei weiteren Vorhaben – vom Schulhof bis hin zur Teilnahme der Schüler:innen an einem internationalen UN-Planspiel.
Die Beispiele zeigen, dass Lions-Quest der erste gemeinsame Schritt sein kann. Wo Vertrauen entsteht, können Schulen und Clubs gemeinsam überlegen, welche weiteren Angebote jungen Menschen helfen.
Neue Anknüpfungspunkte für den Club
Eine Zusammenarbeit mit Schulen kann auch innerhalb eines Lions Clubs neue Impulse setzen. Manche Mitglieder bringen Erfahrungen aus Schule, Pädagogik oder Jugendarbeit mit, andere verfügen über Kontakte zu Kommunen, Unternehmen oder Bildungseinrichtungen. Wieder andere möchten sich persönlich stärker in einer lokalen Activity engagieren.
Gleichzeitig entstehen durch Lions-Quest Begegnungen mit Menschen, die ähnliche Werte und Ziele teilen: Schulleitungen, Lehrkräfte oder Personen, die an der Organisation eines Seminars beteiligt sind und sich ebenfalls für Bildung, gesellschaftliche Verantwortung und die Entwicklung junger Menschen einsetzen. Wo sich daraus ein guter Austausch entwickelt, kann es sich lohnen, den Kontakt über das Seminar hinaus fortzuführen – beispielsweise mit einer Einladung zu einem Clubabend.
So erhalten die Beteiligten die Möglichkeit, Lions und das vielfältige Engagement des Clubs näher kennenzulernen. Vielleicht zeigen sich dabei weitere gemeinsame Interessen oder Themen, für die man sich gemeinsam einsetzen möchte. Und manchmal kann aus einer solchen Verbindung auch der Wunsch entstehen, sich selbst langfristiger bei Lions einzubringen.
Eine Schulpartnerschaft bietet damit unterschiedliche Möglichkeiten, Erfahrungen, Netzwerke und persönliches Engagement zusammenzubringen – sowohl innerhalb des Clubs als auch mit Menschen, die Lions über die gemeinsame Arbeit mit Lions-Quest kennenlernen.
Aus einer Fortbildung eine Partnerschaft machen
Der Ausgangspunkt kann ganz einfach sein: Gibt es eine Schule in Ihrer Region, mit der Ihr Club bereits verbunden ist? Kennen Mitglieder eine Schulleitung, eine Lehrkraft oder Verantwortliche beim Schulträger? Oder gibt es eine Schule, die sich aktuell intensiv mit sozialem Lernen, Prävention oder Demokratiebildung beschäftigt?
Ein erstes Gespräch kann reichen, um herauszufinden, ob Lions-Quest dort einen Beitrag leisten kann. Die Stiftung der Deutschen Lions unterstützt bei der Auswahl des passenden Seminarformats sowie bei der weiteren Planung und Organisation. Auch mehrere Clubs können ihre Kräfte bündeln und gemeinsam ein Seminar für Schulen in ihrer Region ermöglichen.
Entscheidend ist jedoch, nach der Fortbildung nicht automatisch einen Schlussstrich zu ziehen. Fragen Sie nach. Bleiben Sie im Austausch. Erfahren Sie, wie Lions-Quest an der Schule eingesetzt wird und welche Themen die Schulgemeinschaft darüber hinaus beschäftigen. Denn aus einem Lions-Quest-Seminar kann eine Verbindung entstehen, die viele Jahre hält – und aus einer geförderten Fortbildung eine Partnerschaft, die das Engagement von Lions dort sichtbar und wirksam macht, wo junge Menschen jeden Tag einen wichtigen Teil ihrer Zukunft gestalten: in der Schule.