
Lions-Quest 1x1: Organisation, Wirkung und Partner des Programms erklärt - Lions-Quest
Lions-Quest 1x1: Organisation, Wirkung und Partner des Programms erklärt
Lions-Quest 1x1: Wer wirkt mit an Lions-Quest und wie?

Seit mehr als 30 Jahren gehört Lions-Quest zu den wirksamsten und nachhaltigsten Programmen der Lions in Deutschland. Als Lebenskompetenz- und Präventionsprogramm stärkt es junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung und vermittelt zentrale soziale, emotionale und demokratische Kompetenzen.
Nachdem wir in einem der vorangegangenen Artikel Einblicke in die Geschichte von Lions-Quest gegeben haben, möchten wir Ihnen in der heutigen Ausgabe des Lions-Quest 1x1 die Organisation hinter dem Programm erläutern, die Qualität, Nachhaltigkeit und bundesweite Wirkung sicherstellt
Die Stiftung der Deutschen Lions als Trägerin
Die zentrale organisatorische Verantwortung trägt die Stiftung der Deutschen Lions (SDL). Sie ist rechtlich eigenständig, gemeinnützig ausgerichtet und wird von den Lions in Deutschland getragen.
Im Kontext von Lions-Quest übernimmt die Stiftung eine Schlüsselrolle. Sie ist Trägerin und Lizenzinhaberin des Programms in Deutschland und verantwortet dessen Planung, Organisation, Administration, Koordination und Umsetzung.
Konkret bedeutet das unter anderem die (Weiter-)Entwicklung der Programmstruktur, die Qualitätssicherung der Inhalte und Seminare, die Verwaltung der Seminarstrukturen und Materialien und viele weitere Aufgaben.
Durch diese zentrale Steuerung wird gewährleistet, dass Lions-Quest bundesweit einheitlich, wissenschaftlich fundiert und qualitativ hochwertig umgesetzt wird.
Die Rolle der Lions Clubs
Ein weiteres wesentliches Merkmal der Organisationsstruktur ist die partnerschaftliche Einbindung der lokalen Lions Clubs. Viele aktive und engagierte Lions Clubs übernehmen vor Ort die Integration des Programms an Schulen, in dem sie z. B. Schulen ansprechen und die Fortbildung in ihre Stadt bringen, die Seminare gemeinsam mit den Schulen und der Stiftung organisieren und die Finanzierung der Fortbildungen übernehmen oder sich mit Schulen und Bildungsakteuren vernetzen und oft langjährige Partnerschaften pflegen.
Damit verbinden sich professionelle Programmstrukturen mit dem ehrenamtlichen Engagement der Lions – ein zentraler Erfolgsfaktor für die Verbreitung des Programms.
Struktur der Trainer:innen: Professionelle Honorarkräfte
Eine tragende Säule von Lions-Quest ist das bundesweite Netzwerk von qualifizierten Trainerinnen und Trainern. Die Pädagog:innen werden speziell ausgebildet, um Lions-Quest-Fortbildungen zu leiten. Sie vermitteln den Seminarteilnehmenden die Inhalte des Programms, die Ansätze der Präventionsarbeit und konkrete Unterrichtsstrategien zur Förderung sozialer Kompetenzen. Unsere Trainer:innen sind dabei bundesweit aktiv und führen in besonderen Fällen auch Fortbildungen an deutschen Schulen im Ausland durch.
Durch die Fortbildungen werden Lehrkräfte praxisnah qualifiziert, sodass diese Lions-Quest direkt im Unterricht einsetzen können.
Die Trainer:innen sind Honorarkräfte, d. h. sie arbeiten freiberuflich und werden projektbezogen für Seminare angefragt.. Dadurch gewährleistet die Stiftung eine hohe Flexibilität bei der Seminarplanung, bundesweite Einsatzfähigkeit und die Einbindung unterschiedlicher pädagogischer Hintergründe und Praxiserfahrungen.
Um Lions-Quest-Trainer:in werden zu können, wird zumeist ein pädagogischer Hintergrund vorausgesetzt. Zusätzlich bringen viele Trainer:innen eigene Erfahrungen aus Schule, Sozial- oder Bildungsarbeit mit.
Nachdem ein auszubildender Trainer verschiedene Seminare durchlaufen, und unter Supervision eines Seniortrainers durchgeführt hat, erhält er die Zulassung, um eigenständig Lions-Quest-Seminare durchführen zu können.
Wissenschaftliche Begleitung und Qualitätssicherung
Ein weiteres strukturelles Element ist die wissenschaftliche Fundierung des Programms. Lions-Quest wird durch einen wissenschaftlichen Beirat begleitet, der sich aus Wissenschaftler:innen verschiedener Disziplinen, Vertreter:innen aus Schule und Praxis und Programmverantwortlichen der Stiftung der Deutschen Lions zusammensetzt.
Durch dieses Gremium stellt die Stiftung den hohen Qualitätsanspruch an das Lions-eigene Lebenskompetenz- und Präventionsprogramm sicher. Der wissenschaftliche Beirat unterstützt in der evidenzbasierten Weiterentwicklung des Programms und stellt unter anderem den Anschluss an die aktuelle Bildungs- und Präventionsforschung sicher.
Ablauf der Programmumsetzung
Die Umsetzung von Lions-Quest folgt einem klar strukturierten Prozess.
Am Anfang steht das Interesse an der Schule: Oft sind es engagierte Lions Clubs, die den ersten Impuls geben, indem sie auf Schulen zugehen, das Programm vorstellen und dessen Mehrwert für die Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen erlebbar machen. Gleichzeitig kann der Prozess auch genau andersherum beginnen: Schulen, die Lions-Quest bereits kennen oder davon erfahren haben, können eigenständig den Kontakt zu einem Lions Club oder direkt zur Stiftung der Deutschen Lions aufnehmen.
In beiden Fällen folgt die Bedarfsklärung mit der Stiftung der Deutschen Lions, bei der die spezifischen Anforderungen der Schule in den Blick genommen werden: Welche Altersgruppen sollen erreicht werden? Welche thematischen Schwerpunkte sind besonders relevant? Auf dieser Basis wird eines der drei Seminarformate Lions-Quest „Erwachsen werden“, Lions-Quest „Erwachsen handeln“ oder Lions-Quest „Zukunft in Vielfalt“ für die Schule festgelegt. Parallel dazu wird ein lokaler Lions Club als verlässlicher Partner eingebunden, der die Umsetzung ideell und häufig auch finanziell unterstützt und als Brücke zwischen Schule und Stiftung wirkt.
Darauf aufbauend beginnt die konkrete Organisation und Planung des Seminars – von der Terminfindung über die Abstimmung mit dem Kollegium bis hin zu den organisatorischen Rahmenbedingungen vor Ort. Die eigentliche Fortbildung wird schließlich durch die qualifizierten Trainer:innen durchgeführt, die nicht nur Inhalte vermitteln, sondern auch praxisnah zeigen, wie Lions-Quest im Unterricht lebendig umgesetzt werden kann.
Die nachhaltige Integration in den Schulalltag erfolgt im Anschluss an das Seminar durch die fortgebildeten pädagogischen Fachkräfte. Ziel ist es, dass Lions-Quest nicht als einmalige Fortbildung stehen bleibt, sondern dauerhaft Wirkung entfaltet – im Unterricht, im Miteinander der Schulgemeinschaft, in der persönlichen Entwicklung der jungen Menschen oder auch in anderen Formaten wie z. B. Jugendgruppen. So wird aus einem ersten Impuls ein langfristiger Beitrag zu sozialem Lernen, Lebenskompetenz und einem respektvollen Miteinander.
Lions-Quest wird durch gemeinsames Engagement lebendig
Lions-Quest ist ein gut organisiertes Bildungsprogramm, das professionelles Bildungsmanagement mit ehrenamtlichem Engagement verbindet.
Die Stiftung der Deutschen Lions gewährleistet als Trägerin Struktur, Qualität und strategische Steuerung. Die aktiven Lions Clubs tragen das Programm lokal in die Fläche und verankern es nachhaltig in den Schulen. Die Trainer:innen sichern die praxisnahe Umsetzung in der Fortbildung. Nicht zuletzt halten die Seminarteilnehmenden Lions-Quest an ihren Schulen und in ihren Organisationen durch die Einbindung in Lehrpläne und Abläufe lebendig.
Gerade dieses Zusammenspiel macht Lions-Quest zu einem der erfolgreichsten Präventionsprogramme in Deutschland – und zu einem zentralen Ausdruck gelebter Lions-Werte im Bildungsbereich.


