Lions-Quest 1x1 - Was bedeutet Lions-Quest?

Lions-Quest 1x1 - Was bedeutet Lions-Quest?

Tafel auf der der Name des Artikels steht als auch die Logos von Lions-Quest und der Stiftung der Deutschen Lions zu sehen sind.
Start der Reihe: Lions-Quest 1x1 | Lions Deutschland

In unserer Reihe Lions-Quest 1×1 möchten wir alle zentralen Fragen rund um Lions-Quest beantworten. Den Anfang macht eine grundsätzliche Frage: Woher kommt eigentlich der Name „Lions-Quest“ und wie hat sich das Programm international und in Deutschland entwickelt? 

„Quest“ – mehr als nur ein Wort

Der Begriff stammt aus dem Englischen und heißt wörtlich Suche oder Streben nach etwas. Im Alltag begegnen uns Quests häufig in der Welt der Spiele und Geschichten wie zum Beispiel im Kampf von Heldenfiguren wie Harry Potter gegen das Böse. Quests sind keine kleinen, einfachen Aufgaben, sondern eine längere Reise zu einem bedeutenden Ziel.  

Im Namen Lions-Quest ist so ein Weg beschrieben: Begleitet durch pädagogisches Fachpersonal und unterstützt durch Lions werden jungen Menschen ab zehn Jahren soziale, emotionale und persönliche Kompetenzen vermittelt. Mit dem Ziel, Herausforderungen zu meistern und sich selbstbewusst im Leben orientieren und positionieren zu können. Diese „Suche“ nach Fähigkeiten, Stärke und Verantwortungsbewusstsein gibt dem Programm seinen Namen.

Die Wurzeln: Von Quest International zu Lions-Quest

Die Geschichte von Lions-Quest beginnt in den 1970er-Jahren in den USA, lange bevor der Begriff Soziales und Emotionales Lernen (Social and Emotional Learning, SEL) in der pädagogischen Fachwelt bekannt war. Ein junger Mann namens Rick Little startete 1975 seine Quest, um herauszufinden, wie junge Menschen besser auf die Herausforderungen des Lebens vorbereitet werden können – über das reine Vermitteln von Fachwissen hinaus. Dafür führte er eine umfangreiche Befragung von Jugendlichen und Lehrkräften durch, um zu verstehen, welche Kompetenzen wirklich gebraucht werden. Darauf aufbauend entstand die Organisation Quest International und erste Programme für die Förderung von Lebenskompetenzen. 

Im Jahr 1984 begann dann die Zusammenarbeit zwischen Quest International und der Lions Clubs International Foundation (LCIF), dem Förderwerk der Lions. LCIF förderte die Weiterentwicklung und Verbreitung der Programme in den USA und international und machte Lions-Quest zu einem zentralen Baustein der Jugendförderung innerhalb der Lions-Gemeinschaft. 

Diese internationale Zusammenarbeit führte schließlich dazu, dass LCIF im Jahr 2002 die Programme offiziell übernahm und Lions-Quest zu einem eigenen, weltweit anerkannten Lebenskompetenz- und Präventionsprogramm machte. Seitdem ist Lions-Quest in mehr als 40 Sprachen und über 100 Ländern im Einsatz – ein starkes Zeichen für die Relevanz und Wirkung des Ansatzes. 

Wie Lions-Quest nach Deutschland kam

Parallel zur internationalen Entwicklung wurde Lions-Quest auch für die deutschen Bildungsbedingungen angepasst: Seit über 30 Jahren wird das Programm von der Stiftung der Deutschen Lions gefördert und weiterentwickelt. Dank der Stiftung ist das Programm bundesweit etabliert und von allen Kultusministerien anerkannt, sie verantwortet außerdem die Qualitäts- und Methodenentwicklung von Lions-Quest. 

In Deutschland richtet sich Lions-Quest an junge Menschen zwischen 10 und 21 Jahren und fördert ihre Lebens- und Sozialkompetenzen, Resilienz sowie demokratisches Bewusstsein. Es ist in der schulischen Gesundheits- und Präventionslandschaft fest verankert und lässt sich problemlos in den Unterricht integrieren. 

Was bedeutet das für die Lions?

Der Name Lions-Quest ist kein Zufall oder Marketing-Etikett – er steht für eine gemeinsame Suche nach Wegen, junge Menschen umfassend zu stärken. Seit den ersten Tagen der Zusammenarbeit mit Quest International vor fast 40 Jahren ist Lions-Quest zu einem der einflussreichsten Programme für Lebenskompetenzförderung gewachsen – getragen von der Lions-typischen Haltung We Serve, die Menschen in ihrer Entwicklung unterstützt und befähigt.

Als Lions können wir stolz darauf sein, Teil dieser Geschichte zu sein: durch ehrenamtliches Engagement, durch die Förderung von Fortbildungen für Lehrkräfte und durch die Unterstützung eines Programms, das Herz und Verstand junger Menschen gleichermaßen stärkt.