Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen - Lions-Quest
Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen
Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von morgen
Die Fachtagung der Deutschen Lions ist ein zentraler Treffpunkt für Kabinettsbeauftragte, 1. Vize-Distrikt-Governorinnen und -Governor sowie Mitglieder der Stiftungsgremien. 2026 kamen die Teilnehmenden im Gustav-Stresemann-Institut in Bonn zusammen. Ziel der Tagung ist es, die Arbeit der Stiftung der Deutschen Lions aus erster Hand kennenzulernen, Erfahrungen auszutauschen und in themenspezifischen Workshops konkrete Impulse für die eigene Lions-Arbeit mitzunehmen.
Die Kabinettsbeauftragten verbinden die fachliche Arbeit der Stiftung mit den Distrikten und Clubs vor Ort, sodass die Fachtagung ein jährliches Highlight für neue Impulse darstellt. Neben Lions-Quest stehen bei der Veranstaltung deshalb auch weitere Schwerpunkte und Projekte bzw. Programme der Stiftung wie z. B. WaSH, Lichtblicke für Kinder, der internationale Lions-Jugendaustausch oder das Fundraising im Fokus.
Für die Kabinettsbeauftragten für Lions-Quest (KLQ) begann der gemeinsame Workshop am 12. September mit einem Überblick über den aktuellen Stand des Programms und einem Ausblick auf kommende Entwicklungen.
Warum Lions-Quest mehr ist als ein Schulprogramm
Wie stark Lions-Quest mit persönlicher Überzeugung verbunden sein kann, brachte Roswitha Hermanns-Zilse im Rahmen der Fachtagung auf den Punkt. Als Lehrerin und Lion verbindet sie mit dem Programm sowohl eine professionelle als auch eine persönliche Perspektive:
„Die Jugendlichen von heute sind die Erwachsenen von Morgen und ich finde, sie sollten zunehmend mit dem richtigen Rüstzeug ausgestattet werden, damit sie stark, resilient und eigenverantwortlich und selbstwirksam agieren können.“
Für sie war Lions-Quest sogar ein Grund, sich Lions anzuschließen. Das Programm vermittle eine Haltung gegenüber anderen Menschen und gebe jungen Menschen die Möglichkeit, Fähigkeiten zu entwickeln, die sie für ihr späteres Leben benötigen.
Damit beschreibt sie einen wesentlichen Gedanken von Lions-Quest: Junge Menschen sollen nicht nur Wissen erwerben, sondern Kompetenzen entwickeln, die ihnen helfen, mit Herausforderungen umzugehen, Verantwortung zu übernehmen und ihr eigenes Leben aktiv zu gestalten.
Lions-Quest selbst erleben
Dass diese Inhalte nicht nur theoretisch vermittelt werden können, zeigte die praktische Einführung mit Lions-Quest-Trainerin Yasmin van Deest. Die Teilnehmenden beschäftigten sich unter anderem mit Stress- und Risikoniveaus, mit Schule als prägender Lebenswelt Jugendlicher und mit der praktischen Übung „Hör' mir bitte zu!“, die auch Bestandteil der Lions-Quest-Fortbildung ist.
Damit erhielten die Kabinettsbeauftragten einen unmittelbaren Einblick in die Arbeitsweise des Programms. Denn wer Schulen, Clubs und andere Interessierte für Lions-Quest gewinnen möchte, profitiert davon, die Methoden und Grundhaltungen nicht nur beschreiben zu können, sondern auch selbst erfahren zu haben.
Von der Schulansprache bis zur Seminarorganisation
Ein besonderer Schwerpunkt des Workshops lag auf einer zentralen Voraussetzung für die Verbreitung von Lions-Quest. Wie erreichen wir Schulen und wie gelingt eine Ansprache, die Interesse weckt und konkrete Zusammenarbeit ermöglicht? Denn so überzeugend ein Programm inhaltlich sein kann – seine Wirkung entfaltet es erst dann, wenn Schulen davon erfahren, den eigenen Bedarf erkennen und Fortbildungen tatsächlich auf den Weg gebracht werden.
In einer interaktiven Praxis-Werkstatt arbeiteten die Teilnehmenden deshalb an ganz konkreten Themen aus ihrer täglichen Arbeit. Dazu gehörten ein Leitfaden und eine Checkliste zur Schulansprache – mit besonderem Fokus auf Startchancen-Schulen –, Hilfestellungen zur Seminarorganisation sowie die Frage, an welchen Stellen Abläufe noch verbessert werden können. Auch die Unterstützung durch die Stiftung der Deutschen Lions und wichtige externe Anlaufstellen wie Behörden oder Messen wurden gemeinsam betrachtet.
Wie wichtig es ist, Schulen die Möglichkeiten und den Nutzen von Lions-Quest verständlich zu vermitteln, bringt Silke Gandor, Lehrerin und KLQ auf den Punkt:
„Lions-Quest kann zum einen die Lehrer stärken, weil es ihnen ganz wichtige Werkzeuge, Tipps und Tricks, im Umgang mit den Schülern gibt. Die Schülerschaft hat sich stark verändert in den letzten Jahrzehnten und man muss natürlich auch mit der Zeit gehen, man muss die Menschen dort abholen, wo sie sind. Und es macht die Schüler auch stärker. Es stärkt ihre Persönlichkeit, sie werden nicht immer Kinder und Jugendliche bleiben, sie werden Erwachsene werden und selbstständig im Leben stehen. Und Lions-Quest hilft ihnen dabei.“
Damit diese Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird, kommt der Kommunikation mit Schulen eine Schlüsselrolle zu. Lions Clubs und KLQ stellen Kontakte her, machen auf Lions-Quest aufmerksam, greifen Bedarfe auf und begleiten Schulen dabei, passende Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte zu organisieren.
Multiplikator:innen für Lions-Quest
Die KLQ haben dabei eine wichtige Schnittstellenfunktion. Sie kennen die Strukturen in ihren Distrikten, stehen mit Clubs im Austausch und können Lions dabei unterstützen, passende Schulen zu erreichen und Seminare auf den Weg zu bringen.
„Ich bin seit 2013 Kabinettsbeauftragte für Lions-Quest, das heißt mein Job ist es Lions für das Programm zu begeistern. Ich reise von Club zu Club in meinem Distrikt und gebe ihnen Einblicke in Lions-Quest, damit sie wissen, was sie unterstützen. Und auf der anderen Seite begeistere ich Schulen. Ich bereise also auch Schulen, gehe in Konferenzen, treffe mich mit Schulleitungen und Lehrern und organisiere Lions-Quest-Seminare. Und das macht mir enorm viel Spaß.“, berichtet Roswitha Hermanns-Zilse.
Gleichzeitig bringen sie Erfahrungen aus der Praxis zurück an die Stiftung. Welche Fragen stellen Clubs besonders häufig? Wo gibt es Hürden bei der Organisation? Welche Materialien fehlen noch? Und welche Ansätze funktionieren besonders gut? Dieser gegenseitige Austausch ist eine wichtige Voraussetzung dafür, Lions-Quest kontinuierlich weiterzuentwickeln und das Programm dort zu verankern, wo es wirken soll. In Schulen und Bildungseinrichtungen und damit direkt im Alltag junger Menschen.
Die Förderung von Lebenskompetenzen junger Menschen gehört zu den zentralen Aufgaben der Stiftung der Deutschen Lions. Als Trägerin von Lions-Quest begleitet sie das bundesweit eingesetzte Lebenskompetenz- und Präventionsprogramm.
Gemeinsam mehr Schulen erreichen
Der Workshop in Bonn verdeutlichte, dass es mehr braucht als ein gutes Programm, damit Lions-Quest möglichst viele junge Menschen erreicht. Es braucht Lions, die davon überzeugt sind, Kontakte schaffen, Schulen ansprechen und die Umsetzung vor Ort begleiten.
Für die Kabinettsbeauftragten bedeutete die Fachtagung deshalb vor allem neue Impulse, praktische Werkzeuge und der Austausch mit Menschen, die in ihren Distrikten vor ähnlichen Aufgaben stehen.
Oder, um an den Gedanken von Roswitha Hermanns-Zilse anzuknüpfen: Wenn junge Menschen das richtige Rüstzeug für ihr späteres Leben erhalten sollen, braucht es Erwachsene, die sich heute dafür einsetzen. Lions-Quest bietet Ihnen dafür ein erprobtes Instrument – und die KLQ helfen dabei, es in die Schulen zu bringen.



