Interview mit Gerhard Leon, Lions-Quest-Vorstand und stellvertr. Vorstandssprecher

PDG Gerhard Leon ist seit
01. Juli Vorstand für Lions-Quest und stellvertretender Vorstandssprecher des HDL (Foto: Privat)

Herr Leon, beschreiben Sie kurz Ihre Aufgaben als Vorstand für Lions-Quest.

Als Vorstand für Lions-Quest, das Lebenskompetenzprogramm für junge Menschen, ist es mir ein besonderes Anliegen, dieses außerordentlich wertvolle Programm noch nachhaltiger in der Lions-Organisation, namentlich in den Clubs, zu implementieren.
Gleichzeitig werde ich die mit von den deutschen Lions mit großer Mehrheit auf dem letzten Kongress der deutschen Lions beschlossene Neuordnung der Lions-Institutionen in Deutschland (Hilfswerk, Stiftung und Ständiges Sekretariat) aus tiefer Überzeugung heraus unterstützen; mich genauso aber auch mit ganzem Herzen für die Sicherstellung der erforderlichen finanziellen Ressourcen für Lions-Quest einsetzen.

Wie lautet Ihr Motto?

Ich möchte einfach den mir bestmöglichen Anteil zum Wohle der Lions-Organisation und von Lions-Quest einbringen. Das ist für mich Motto genug.

Mit welcher Motivation gehen Sie Ihr Amt an?

Lions-Quest bietet mit drei Seminaren einen praktischen Methodenkoffer, um die Erwachsenen von Morgen durch sozial-emotionales Lernen in ihrer Resilienz zu stärken, und darüber hinaus in Sozial- und Lebenskompetenzen, Demokratieverständnis, politischer Partizipation und interkultureller Kompetenz zu fördern. Das Wissen darum, dass dieser Anspruch durch zahlreiche wissenschaftliche Evaluationen gesichert und bei allen im Erziehungsbereich tätigen Akteuren auch akzeptiert ist, ist mir Motivation genug für meine Aufgabe. Und was kann es schöneres geben, wenn darüber hinaus eines der weltweit geltenden Lions-Ziele, sich aktiv für die bürgerliche, kulturelle und allgemeine Entwicklung der Gesellschaft einzusetzen, genau durch diese Umsetzung von Lions-Quest erfüllt wird?

Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Als zweimaliger Distrikt-Governor (2008/2009 und 2011/2012) und weiteren mehrjährigen Funktionen  in verschiedenen Ausschüssen, habe ich die Lions-Organisation über einen Zeitraum von rund 10 Jahren sowohl national wie international erfahren dürfen. Ich bin geneigt zu behaupten, ich weiß wie ein Lion 'tickt'.
Meine Affinität zu Lions-Quest habe ich als junges Lions-Mitglied 1998 entwickelt; ich habe seinerzeit am ersten 'Schnupperseminar Lions-Quest' teilgenommen und mich von da an in den unterschiedlichsten Funktonen für Lions-Quest eingesetzt. Im Jahre 2012 habe ich am ersten Rahmenvertrag mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg an verantwortlicher Stelle mitwirken können; diese Kooperation ist heute noch aktuell. Präventionsarbeit war in meiner 40-jährigen beruflichen Laufbahn als Polizeibeamter immer ein wesentlicher Baustein; sei es auf Ebene des Innenministeriums, als persönlicher Referent des Polizeichefs eines Polizeipräsidiums, als Leiter einer großen operativen Polizeidienststelle oder zuletzt bis zu meiner Pensionierung als Dozent an der Akademie der Polizei von Baden-Württemberg.

Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Arbeit gesetzt?

Nachdem Lions-Quest in der bundesweiten Schullandschaft fast nahezu durchgängig bekannt ist und wertgeschätzt wird, möchte ich gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im HDL dazu beitragen, möglichst viele weitere Lions Clubs von der Sinnhaftigkeit (und Notwendigkeit) von Lions-Quest zu überzeugen und sich an der flächendeckenden bundesweiten Ausbreitung des Programms zu beteiligen. Für diese Zielsetzung möchte ich mich nachhaltig einbringen.
 
Was sind dabei die Schwerpunkte?

Wir wollen eine strategische Neuorientierung von Lions-Quest in Deutschland insofern, dass wir nicht mehr 'nur' Anbieter von Lehrerfortbildung sind, sondern relevanter und selbstbewusster Akteur im Bildungs- und Präventionskontext im Zusammenwirken mit allen Kultusministerien.
Selbstbewusst deshalb, weil die Politik wohl auch erkannt hat, dass sie solche Akteure wie die Lions braucht: Das im Juli 2015 mit seinen wesentlichen Teilen in Kraft getretene Präventionsgesetz legt einen Schwerpunkt auf die Gesundheitsförderung in den Lebenswelten wie Kitas, Schulen, Kommunen, Betrieben und Pflegeeinrichtungen mit insgesamt mindestens rund 300 Mio. Euro jährlich. Sich hier einzubringen, ist eine große Aufgabe für heute und morgen; nicht zuletzt und gerade auch für die jungen Menschen.
Mit neuen Kommunikationsstrategien nach Innen und Außen und viel persönlicher Überzeugungsarbeit wollen wir auf dieser spannenden Reise möglichst viele Lions Clubs mitnehmen. Die Berufung von Lions- oder Schulbotschaftern sollen uns dabei unterstützen.

Wie möchten Sie Ihre Ziele umsetzen?

Wie schon gesagt: Wir möchten mit viel motivierender Überzeugungsarbeit alle Lions von der Sinnhaftigkeit und flächendeckenden Ausbreitung von Lions-Quest 'infizieren' und gleichzeitig auch dem Vertrauen gerecht werden, das uns mit der Beschlusslage der Mitgliederversammlung in Darmstadt 2016 und der Bewilligung von zusätzlichen finanziellen Mitteln entgegengebracht wurde. Wir werden liefern!

Was möchten Sie persönlich bewirken?

Neben der strategischen Weiterentwicklung von Lions-Quest und der Mitnahme möglichst vieler Lions Clubs auf der Lions-Quest-Reise ist es mir ein ganz besonderes Herzensanliegen, uns dem Vertrauen unserer Mitglieder durch Offenheit, Transparenz und Handeln mit großer finanzieller Verantwortung  lückenlos würdig zu erweisen.

Was hat Sie besonders an diesem Amt gereizt?

Meine feste Überzeugung, dass wir als Lions-Organisation mit Lions-Quest in unserem Portfolio ein Premiumprodukt haben, mit dem wir jungen heranwachsenden Menschen über das 'Medium' Lehrer ein wichtiger Baustein in der Resilienzstärkung sein können. Dies ist in Zeiten vielfach zu beobachtender Auflösungstendenzen der bisherigen familiären Strukturen wichtiger Beitrag.

Was bestärkt Sie darin, durch Ihre Tätigkeit im Vorstand des HDL etwas für Lions und für andere bewirken zu können?

Ich bin fast seit einem Vierteljahrhundert Lions-Mitglied. Und dies aus tiefer Überzeugung und nachhaltiger Prägung nicht nur meiner Person, sondern auch meiner Familie. Ich lebe für und mit Lions und 'brenne' für Lions-Quest. Davon möchte ich gerne auch an andere etwas weitergeben.

Vielen Dank!

LQ-Vorstand Heinz-Jürgen Schalk

Interview mit Lions-Quest-Vorstand Dr. Hans-Jürgen Schalk: Ohne „soziales Lernen“ kein „kognitives Lernen“ (10.07.2012)

Herr Dr. Schalk, bitte beschreiben Sie kurz Ihre Aufgaben als Vorstand für Lions-Quest.

Als Vorstand für Lions-Quest „Erwachsen werden“ möchte ich das Programm weiter bekannt machen – besonders auch unter den Lions. Darüber hinaus werde ich mich dafür einsetzen, dass  das Programm neu evaluiert und durch Prozessbegleiter nachhaltig gefördert  wird. Zusätzlich will ich ein besonderes Augenmerk auf die Aufbauseminare legen. Schulleitungen und administrative Entscheidungsträger sind vermehrt zu gewinnen und als Förderer einzubeziehen. Lions-Quest „Erwachsen werden“ ist nach wie vor ein Präventionsprogramm für alle Schülerinnen und Schüler  in der Sekundarstufe I. Damit auch die Sekundarstufe II von Lions-Quest profitieren kann, gilt es die Weiterentwicklung Lions-Quest „Erwachsen handeln“ durch das Pilotprojekt zu begleiten und 2014 flächendeckend an den Start zu bringen.

Wie lautet Ihr Motto als Vorstand für Lions-Quest?

Ohne „soziales Lernen“ kein „kognitives Lernen“.

Mit welcher Motivation gehen Sie Ihr Amt an?

Mich motiviert vor allem die Erkenntnis, dass Kinder in der heutigen Zeit zu einem großen Teil in der Schule sozialisiert werden (müssen). Das macht dieses Programm für alle Schulformen unentbehrlich. Die hohen Anmeldezahlen zu den Einführungsseminaren im Distrikt WR, wo ich bisher als Lions-Kabinettsbeauftragter für Lions-Quest (KLQ) tätig bin, aber auch in anderen Distrikten, belegen das.

Welche Erfahrungen bringen Sie mit?

Reichlich pädagogische Praxis. Als langjähriger Lehrer und Schulleiter in Haupt- und Förderschulen und als fünf Jahre im Amt befindlicher KLQ, bin ich von der Notwendigkeit des Programms Lions-Quest absolut überzeugt.

Welche Ziele haben Sie sich für Ihre Arbeit gesetzt?

Mit Hilfe der KLQ’s und aller anderen, die von Lions-Quest überzeugt sind, möchte ich noch weitaus mehr Clubs davon überzeugen, dieses Programm zu unterstützen. Mit meinen Unterstützern möchte ich eine noch höhere Akzeptanz bei Kultusbehörden und Schulämtern erreichen. Lions-Quest soll als die Marke unter den Programmen zum Sozialen Lernen bekannt sein.

Was sind dabei die Schwerpunkte?

Persönlicher Einsatz. Bei aller Wertschätzung neuer Kommunikationstechnologien glaube ich, dass persönliche Kontakte weitaus überzeugender sind. Diesen direkten Weg werde ich in den nächsten Wochen und Monaten zu allen Gruppen und Personen, die für Lions-Quest relevant sind, suchen.

Wie möchten Sie Ihre Ziele umsetzen?

Da ich das nicht allein bewerkstelligen kann, setze ich auf ein hoch qualifiziertes und engagiertes Team beim Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. (HDL), zu dem bald die neu berufene pädagogische Leitung, Frau Zahra Deilami stoßen wird.

Was möchten Sie persönlich bewirken?

Im Sport kennt man den Begriff des Team Players. Als einen solchen habe ich mich stets gesehen und versucht, dessen Eigenschaften auf mein berufliches Umfeld zu übertragen. Damit bin ich gut gefahren. Das sollte mir auch bei meinen neuen Aufgaben gelingen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit meinem neuen Team und werde für dessen Arbeit gerne die Verantwortung übernehmen.

Was mögen Sie besonders an Ihrem Amt?

Das Gefühl, aber auch das Wissen, dass man durch Lebens- und Berufserfahrung noch viel bewegen und hoffentlich auch verbessern kann.

Was bestärkt Sie darin, durch Ihre Tätigkeit im Vorstand des HDL etwas für Lions und für andere bewirken zu können?

Nicht nur nach meiner Wahrnehmung komme ich als „unbeschriebenes Blatt“ in den Vorstand des HDL. Vieles, bei dieser Abstraktheit möchte ich es belassen, ist für mich neu. Möglicherweise hilft meine Neugier, aber auch meine „sachliche Unbefangenheit“ Sachverhalte aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten und deren Ausgang positiv zu beeinflussen.

zur Vorstellung des gesamten HDL-Vorstands

Marlene Mortler, Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Schirmherrin der Kinder- und Jugendprogramme der deutschen Lions:

Nur Menschen mit gesundem Selbstvertrauen und starken Lebenskompetenzen sind in der Lage, gesundheitsschädigende Verhaltensweisen bewusst zu vermeiden und...Weiter