Methoden
Bei der Umsetzung des Lions-Quest-Programms „Erwachsen werden“ kommen im Unterricht verstärkt Methoden zum Einsatz, die in der Ausbildung vieler Lehrerinnen und Lehrer kaum oder nicht vermittelt wurden und schon gar nicht erprobt werden konnten. Sie dienen der ganzheitlichen Ansprache der Schülerinnen und Schüler und fördern ein Lernen mit Kopf, Herz und Hand.
Im Lehrerhandbuch „Erwachsen werden“ werden im Kapitel „Informationen zu im Programm häufig empfohlenen Methoden“ folgende Methoden angesprochen, beschrieben und mit vielen praxiserprobten Tipps, einschließlich möglicher Risiken in der Anwendung, eingehend erläutert:
Moderation:
„Erwachsen werden“ möchte den Kontakt und die Beziehungen der Schüler untereinander stärken und deren Kommunikation und Integration fördern. Es ist Aufgabe des Moderators, den Unterricht mit „Erwachsen werden“ planvoll zu strukturieren, für das Thema geeignete und lerngruppengerechte Methoden auszuwählen, den Lernprozess anzuleiten, zu beobachten und zu begleiten. Dabei gilt es, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren und die Arbeitsergebnisse am Ende der Stunde zusammen zu fassen.
Brainstorming:
Die Methode dient dazu, möglichst viele Informationen oder neue Ideen zu finden. Das Unvernünftige, Sinnlose, Verrückte auszusprechen macht Spaß, fördert eine offene, entspannte Atmosphäre und bringt oft neben den „vernünftigen Ideen“ auch solche hervor, die bei genauerem Hinsehen gar nicht mehr so undurchführbar erscheinen.
Brainwriting:
Hierbei sammelt jeder Schüler erst einmal für sich allein alle möglichen Gedanken und Ideen zu einer Aufgabe oder einer Fragestellung, bevor diese in die Lerngruppe eingebracht werden.
Energizer (kreative Aktivitäten):
Soziale Fähigkeiten werden durch Übung und mit Unterstützung anderer erworben. Energizer helfen bei der Entwicklung dieser Fähigkeiten, sie machen Spaß, es ist viel Platz für Spontanietät und alle werden einbezogen.
(Siehe auch Energizer in „Materialien für den Unterricht).
Gruppenarbeit – Förderung der Teamfähigkeit:
Gelingende Gruppenarbeit in der Schule braucht sowohl Regeln und Strukturen als auch Training und Kontrolle. Gelungene Gruppenarbeit senkt das Risiko für den einzelnen Schüler, fördert den Kontakt und die Integration untereinander und ist weit aktivierender für die Schülerinnen und Schüler als der Frontalunterricht.
Modelllernen:
Hierbei geht es um das Kennen lernen, Ausprobieren, Reflektieren und Trainieren von Kommunikations- und Verhaltensmodellen. Diese Modelle zeigen einen möglichen Weg, auf bestimmte Situationen zu reagieren und können so die notwendige Orientierung in Entscheidungssituationen und damit verantwortliches Handeln erleichtern.
Imagination (Fantasiereise):
Diese Methode ist eine gelenkte „Reise in innere (reale) Bilder“. Die Arbeit mit inneren Bildern ist intensiv und mit größter Sorgfalt durchzuführen, weil sie die Beteiligten mit ihren tieferen Gefühlen und manchmal auch mit unbewussten Wünschen und Sehnsüchten in Kontakt bringt.
Pädagogisches Rollenspiel:
Das Rollenspiel ist eine hervorragende Methode, ein bewährtes oder neues Verhalten zu analysieren, ein verändertes Verhalten zu probieren, zu reflektieren und zu trainieren.




