Das Programm Lions-Quest „Erwachsen werden“ ist seit über 15 Jahren erfolgreich an deutschen Schulen etabliert und stärkt nachweislich die Lebenskompetenzen von Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 bis 14 Jahren. Nun haben sich das Hilfswerk der Deutschen Lions e.V. und die Lions Clubs in Deutschland entschlossen – auf der Basis von Lions-Quest „Erwachsen werden“ – ein zusätzliches Unterrichtsprogramm für ältere Schülerinnen und Schüler zu entwickeln. Das Programm mit dem Titel Lions-Quest „Erwachsen handeln“ soll in den höheren Klassen der Sekundarstufe I und vorrangig in der Sekundarstufe II eingesetzt werden.
Benachteiligte Jugendliche im Fokus
Eine Befragung von Schulleitern hat ergeben, dass Lebenskompetenzen zwar vielfach an deutschen Schulen vermittelt werden, jedoch selten bei älteren Schülern. Um diese Lücke zu schließen, entwickelt derzeit ein Team um Professor Dr. Uwe Bittlingmayer von der Pädagogischen Hochschule Freiburg Unterrichtsmaterialien und wird diese zunächst an ausgewählten Pilotschulen bundesweit testen. „Es geht dabei auch darum, besonders benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene nachhaltig für ihre weitere Biografie zu stärken. Auf diese Weise können wir gesamtgesellschaftlich integrativ wirken“, betont Lions-Quest-Vorstand Heinz-Jörg Panzner, auf dessen Engagement die neue Ausrichtung maßgeblich zurückzuführen ist. Finanziert wird Lions-Quest „Erwachsen handeln“ von der internationalen Lions Stiftung (LCIF) sowie den Lions Clubs in Deutschland und mit großzügiger Unterstützung des Kooperationspartners Peter Ustinov Stiftung.
Marschroute festgelegt
Professor Dr. Klaus Hurrelmann, der frühere langjährige Leiter der wissenschaftlichen Begleitforschung von Lions-Quest, steht der Weiterentwicklung beratend zur Seite, so dass das Projekt von seiner Erfahrung profitieren kann. Am 19. und 20. November 2010 fand das Kick-off-Meeting von Lions-Quest „Erwachsen handeln“ statt. Dabei wurde die Marschroute festgelegt. „Die Einführung innovativer Konzepte, didaktischer Modelle und ein altersgerecht aufgearbeitetes Themenspektrum werden dazu führen, dass zielgerichtet die Gruppen erreicht werden können, die einer Stärkung und Unterstützung ganz besonders bedürfen“, ist sich Prof. Dr. Uwe Bittlingmayer sicher, der nunmehr die wissenschaftliche Begleitforschung von Lions-Quest leitet.




